Berlin Forum on Global Cooperation 2026
April 23, 2026 2026-05-18 12:42Berlin Forum on Global Cooperation 2026
Energiezusammenarbeit vs. Energiedominanz – Partnerschaften für einen gemeinsamen Wandel
Montag, 18. Mai 2026 – Dienstag, 19. Mai 2026
Die globale Zusammenarbeit im Jahr 2026 ist geprägt von zunehmenden geopolitischen Spannungen im Energiebereich. Jüngste Störungen in globalen Lieferketten sowie eskalierende Konflikte haben die Fragilität bestehender Energiesysteme offengelegt und die Dringlichkeit einer beschleunigten, gerechten und nachhaltigen Energiewende verdeutlicht.
Energie ist zu einem zentralen Feld globaler Auseinandersetzungen geworden. Während die Vereinigten Staaten ihre Strategie der „energy dominance“ durch eine verstärkte Nutzung fossiler Energieträger vorantreiben, hat China seine technologische Führungsrolle im Bereich erneuerbarer Energien rasch ausgebaut, Kosten gesenkt und globale Märkte neu gestaltet. Europa steht gleichzeitig vor der Herausforderung, seine industrielle Basis zu sichern und sein Engagement für erneuerbare Energien sowie internationale Kooperation zu bekräftigen.
Gleichzeitig stehen Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika vor komplexen Zielkonflikten zwischen Energiezugang, industrieller Entwicklung und Energiesicherheit. Ihre Entscheidungen werden maßgeblich darüber bestimmen, ob globale Klimaziele erreicht werden können. Vor diesem Hintergrund ist der Bedarf an kooperativen, für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaften zwischen dem Globalen Süden und Europa dringlicher denn je.
Das Berlin Forum on Global Cooperation 2026, organisiert von der Heinrich Böll Foundation und dem Centre for Rural Development (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin, bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Internationale Expertinnen und Entscheidungsträgerinnen diskutieren Wege zu einer nachhaltigen Energiekooperation in einer zunehmend multipolaren Welt.
Programm:
18. Mai 2026 Eröffnungsveranstaltung
17:30 Uhr – Begrüßung Tag 1
- Imme Scholz, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
- Markus Hanisch, Direktor SLE an der Humboldt-Universität
17:40 Uhr – Vortrag: “The Electrotech Revolution”
- Biqing Yang, Energieanalystin, Asien Ember
17:55 Vortrag: Geopolitische Folgen der Elektrotechnik-Revolution
- Jürgen Trittin, ehemaliger Bundesumweltminister
18:10 Die Vorteile der Elektrotechnik-Revolution nutzen, um der Energiekrise entgegenzuwirken
Diskussion und Fragerunde mit
- Jürgen Trittin, ehemaliger Bundesumweltminister, Deutschland
- Adam Tooze, Professor für Geschichte, Columbia Universität
Moderation:
- Qing Wang, unabhängige chinesische Journalistin und Podcasterin
19:00 Uhr – Empfang
19. Mai 2026
09:00 – Begrüßung Tag 2
- Imme Scholz, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
- Markus Hanisch, Direktor SLE an der Humboldt-Universität
09:20 – Keynotes: Nachhaltige Energiezusammenarbeit vs. fossiler Energiedominanz
- Gabriel Boric, ehemaliger Präsident von Chile
- Jennifer Morgan, Senior Fellow an der Tufts University und der Hertie School, ehemalige Staatssekretärin und Klimabeauftragte, Deutschland
10:30 – Kaffeepause + Snack
11:00 – Fishbowl: Deutschlands Energiezusammenarbeit mit dem Globalen Süden: Ein Gegengewicht zur fossilen Energiedominanz?
- Ina von Frantzius, Referatsleiterin Landwirtschaft und ländliche entwicklung, BMZ
- Sven Giegold, stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen
- Olumide Abimbola, Geschäftsführer des Africa Policy Research Institute (APRI)
- Adriana Abdenur, Co-Präsidentin des Global Fund for a New Economy (bestätigt), ehemalige Sonderberaterin der brasilianischen Präsidentschaft für internationale Angelegenheiten
- Moderation: Celia Schmidt, Moderation und Prozessbegleitung für nachhaltige Entwicklung
12:30 – Mittagspause & Networking (Markt der Möglichkeiten)
14:00 – Deep Dives: Vier Deep Dives zu Aspekten der deutschen Nord-Süd-Kooperation bei der wirtschaftlichen Transformation
- Auf dem Weg in eine Just Hydrogen Transition? Deutschland, Grüner Stahl und Energiekooperation
- Wettlauf um Ressourcen: Kritische Mineralien, kritische Entscheidungen. Wege aus der Abhängigkeit
- Who powers the future? Kooperationen in einer multipolaren Weltordnung
- Europa und China im Globalen Süden: Zusammenarbeit, Ergänzung oder Wettbewerb in der globalen Entwicklung zu einer CO₂-freien Wirtschaft? (auch im Livestream)
16:00 – Kaffeepause
16:30 – Nächste Schritte: Über die Schnittstelle von Geopolitik, Krieg, Energie und Gender
- Adriana Abdenur, Co-Präsidentin des Global Fund for a New Economy, ehemalige Sonderberaterin der brasilianischen Präsidentschaft für internationale Angelegenheiten
- Jennifer Morgan, Senior Fellow an der Tufts University und der Hertie School, ehemalige Staatssekretärin und Klimabeauftragte, Deutschland
- Moderation: Qing Wang, unabhängige chinesische Journalistin und Podcasterin
17:30 – Schlusswort & Danksagung
17:45 – Netzwerken
19:00 – Ende
Format
Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online per Livestream möglich.
Kooperationspartner
Heinrich-Böll-Stiftung
Anmeldung
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://calendar.boell.de/de/event/berlin-forum-global-cooperation-2026-energy-dominance-vs-energy-cooperation
