Zivilgesellschaft in Afrika

Zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten in vielen afrikanischen Ländern entscheidende Beiträge zu Demokratisierungs- und Reformprozessen geleistet. Dies geschah oftmals unbemerkt von der entwicklungspolitischen Fachöffentlichkeit: Zivilgesellschaft in Afrika ist empirisch ein weniger untersuchtes Thema. Dabei fordert die Entwicklungspolitik seit Jahren die aktive Beteiligung von Zivilgesellschaft. Deren Stellenwert für nachhaltige Entwicklung wurde und wird auf jeder der großen Konferenzen der Weltgemeinschaft betont. Sich mit den Potenzialen und Grenzen zivilgesellschaftlichen Engagements zu beschäftigen, ist für die Einschätzung von Governance-Prozessen, Demokratisierung, Fragilität und mehr von zentraler Bedeutung.

Das SLE ist an einer Forschungsgruppe beteiligt, deren Mitglieder über 20 Länderstudien zum Thema „Zivilgesellschaft in Subsahara Afrika“ zusammengetragen haben. Diese wurden im September 2014 in einem Sammelband, herausgegeben von Walter Eberlei, veröffentlicht. 2015 fand zum Thema „Politische Wirkungen zivilgesellschaftlicher Arbeit in Subsahara Afrika“ eine Fachtagung an der Hochschule Düsseldorf statt. NGOs und andere zivilgesellschaftliche Organisationen in den Ländern Subsahara-Afrikas stehen zwar stark unter Druck, sind aber zu mächtigen politischen Kräften in einigen Ländern geworden, so das Fazit der Tagung. Das SLE beteiligte sich auch an einer Forschungsgruppe, die Ende 2013 eine Desk Study für das BMZ zum Thema Allianzen für Good Governance erstellten.

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