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Transformationsbereiche und Kompetenzen

Im Anthropozän ist der Planet aufgrund sich verändernder ökonomischer, gesellschaftlicher und ökologischer Rahmenbedingungen inzwischen hochgradig gefährdet, Kipppunkte werden in naher Zukunft erreicht. Die Klima- und Biodiversitätskrise gehen dabei mit einer Ernährungskrise einher. Aber auch soziale und politische Krisen nehmen weltweit zu: der Krieg in der Ukraine mitten in Europa führt es in extremer Weise vor Augen. Demokratieverlust und Spaltungen der Gesellschaften deuten sich weltweit an. Es ist nichts gewonnen, wenn eine der Krisen auf Kosten der anderen gelöst wird, denn jede ist existenziell. Stattdessen müssen Mehrgewinnstrategien gefunden werden, die systemisch, synergistisch und solidarisch die Erreichung der Internationalen Entwicklungsziele konsequent anvisieren.

Daher hat sich das SLE 2021 eine Transformationsagenda gegeben und bezieht diese vorrangig auf ländliche Räume. Die Agenda 2030 ist das überwölbende Zielsystem des SLE. Da diese Ziele weltweit gelten, bezieht das SLE seine Arbeit heute auch auf den sogenannten Globalen Norden, inkl. der Betrachtung von Fernwirkungen zwischen Weltregionen (Telecoupling). Dabei stehen einkommensarme Länder und marginalisierte gesellschaftliche Gruppen im Zentrum der Analyse. 

Das SLE geht davon aus, dass historisch gesehen Industrieländer für die Klimakrise und Naturzerstörung verantwortlich sind und auch für die globale soziale Ungleichheit die Hauptverantwortung tragen. Pro Person haben sie bzw. die Menschen mit dem höchsten Einkommen den überwältigenden Teil der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Es geht bei der Official Development Aid (ODI) also nicht um Almosen, sondern um Verantwortungsübernahme - auch dafür, dass sich der Norden auf Kosten des Südens entwickelt hat. Fossil basiertes Wachstum ist an die Grenzen geraten und muss auf erneuerbare Energien und grüne Strategien umgestellt werden. Eine Kernfrage ist daher, inwiefern Wachstumsparadigmen in Zukunft überhaupt noch gelten können und sollen. 

Themen, die das SLE bearbeitet:

  • ländliche und landwirtschaftliche Entwicklung (Wertschöpfungsketten, Mikrofinanzen, Institutionen des ländlichen Raums, Landschaftsansatz)
  • Ökosysteme – Agrarökologie und das Trilemma der Landnutzung, Governance natürlicher Ressourcen (Wald, Wasser, Boden, Weide, Biodiversität)
  • Ernährungssicherung und -souveränität, Ernährungsqualität und Gesundheit,
  • Rural Governance, Partizipation, Zivilgesellschaft
  • Entwicklungsethik, Antidiskriminierung, Antirassismus
  • Land-Stadt-Beziehungen, Green & Sustainable Cities, Urban Farming
  • Klimawandel (-schutz und -anpassung), Resilienz, Katastrophenvorsorge
  • Zusammenarbeit mit fragilen Staaten, Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktmanagement
In unseren Projekten werden unter anderem die folgende Ansätze, Methoden und Instrumente verwendet und gelehrt:

  • Co-Creation of Knowledge im Rahmen multi- und transdisziplinärer Forschung
  • Transfer und Verbreitung von Forschungsergebnissen durch systemisches Wissensmanagement
  • Co- Research und partizipative (Forschungs-) Ansätze
  • Vulnerabilitäts-, Resilienz- sowie Livelihood-Analysen
  • Wertschöpfungskettenansatz
  • Integriertes Ressourcenmanagement (Nexus-Ansatz, Stewardship-Ansatz) sowie integrierter Landschaftsansatz
  • Systemische Anpassungsmaßnahmen an die Klimakrise, inkl. low-regret-measures,
  • Disaster-Risk-Reduction, Ansätze der Not- und Übergangshilfe
  • Strategisches Verhandeln, Moderieren und Teamarbeit




 
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