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Seit 1972 hat das SLE 114 Auslandsprojekte (APs) in 59 Ländern durchgeführt und die Ergebnisse in einer eigenen Studienreihe veröffentlicht. Die dreimonatigen APs werden in interdisziplinären Gruppen von vier bis fünf TeilnehmerInnen unter Leitung einer erfahrenen Teamleitung konzipiert, vorbereitet und durchgeführt. Für die Aufgabenstellung werden - in enger Abstimmung mit der auftraggebenden Organisation und den Entwicklungsbehörden des Gastlandes - Themen gewählt, die sich sowohl zum exemplarischen, problemorientierten Lernen eignen, als auch im Ergebnis einen direkten Beitrag zur Lösung von Entwicklungsproblemen liefern. Die Auslandsprojekte bilden so eine Nahtstelle zwischen Ausbildung und Praxis und dienen gleichermaßen der Qualifizierung der TeilnehmerInnen wie auch der angewandten Forschung und Beratung.
Die Auslandsprojekte ermöglichen es den TeilnehmerInnen, ihre methodischen und konzeptionellen Kenntnisse aus den vorangegangenen SLE-Lehrveranstaltungen sowie ihr fachliches Wissen nutzbringend einzusetzen. In aller Regel verpflichten sich die AP-Gruppen einem partizipativen Ansatz in der Datenerhebung sowie in der Arbeit mit den Zielgruppen und Counterparts. Eine zunehmend wichtige Komponente der APs ist die Durchführung von Trainingsmaßnahmen für lokale ProjektmitarbeiterInnen.
Ein Vorhaben in einem interdisziplinären Team im interkulturellen Kontext zu planen und durchzuführen erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Toleranz. Der Lerneffekt im Bereich sozialer Kompetenz wird von den AbsolventInnen als besonders hoch eingeschätzt.
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